• Schatti's Tagebuch

  • Liebes Tagebuch,

    heute fing die open Beta an. Sämtliche Chars wurden gewiped, einige NPCs removed, Skins sowie Quests geadded und die Server bekamen Namen wie Macatanth, Laoch oder Aontacht .. Wie bitte? Du hast kein Wort verstanden? Macht nichts, ich auch nicht ..

    Also nochtmal: Mit dem heutigen Tag fing in Runes of Magic alle bei Null an - Für die Teilnehmer der Closed Beta um 13:00h, für alle anderen zwei Stunden später. Da ich zu alt geworden bin, um mich einer schnellen Level-Jagd und "ich-muss-als-erstes-lvl20-haben"-Marathons hinzugeben, entschied ich mich für eine Klassenkombination, die wohl die längste Levelzeit in Anspruch nehmen dürfte: Den Ritter/Priester.

    Zunächst erstellte ich natürlich nur einen einfachen Ritter, bzw. eine Ritterin, da ich seit eh und je weibliche Charaktere spiele. Ihr Name ist Heillenyja und sie "lebt" ihr virtuelles Leben auf dem Server Macatanth, dessen Name für Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit steht - zwei sehr ritterlichen Tugenden. Ausserdem ist dies ein internationaler Server - so halte ich mein englisch fit und kann sicher gehen, dass ich zu jeder Tages- und Nachtzeit Spieler online antreffen werde.

    Nach einem kurzen Einführungstutorial, für das ich in eine eigene Instanz teleportiert wurde, fand ich mich mit gefühlten 1000 anderen Spielern in der Pioneers Colony wieder, wo ich zunächst einmal mit Basisausrüstung ausgestattet wurde. In den ersten Aufträgen, in denen ich die Kolonie verließ, ging es darum, Pilze und Wölfe zu töten, um an deren sogenannten Drops zu kommen. Das sind keine Bonbons, sondern Gegenstände, die sie fallen lassen, wenn man sie erschlägt.

    Andere Quests schickten mich von Person A zu Person B. Damit wurde ich in die beiden hauptsächlich vorkommenden Questarten eingeführt: Töten oder jemanden aufsuchen und ansprechen.
    Nein, liebes Tagebuch, ich mache mir keine Hoffnungen, dass da noch andersartige Quests kommen - schließlich ist das ganze ein "Free 2 Play" Spiel aus dem koreanischen Raum; da kann ich schon froh sein, dass es überhaupt Quests gibt!

    Auf Stufe 6 wurde ich dann in das Dörfchen Logar geschickt. Mal ganz unter uns, liebes Tagebuch: So nett das Dorf nach aussen wirken mag - aber die Bewohner haben alle was an der Waffel:
    Kannst Du Dir das vorstellen? Da will der eine Augen von Käfern, ein anderer will Speichel von Spinnen und wieder ein anderer will einfach nur die Fledermauspopulation dahingerafft wissen .. Ob der nicht weiss, dass Fledermäuse Insekten fressen? Davon ab, habe ich in Logar ein sehr nettes Mädchen kennengelernt. Nachdem sie mir ein paar Sätze zugeflüstert hat, hat sie mir doch glatt ein Haus geschenkt und mich auch prompt dort drinnen im kessen Outfit besucht! Einer der Dorfeinwohner schenkte mir sogar ein Schwert, das so richtig schön funkelt - doch leider will dieses Schwert kein heiliges Siegel auf meine Gegner legen, so dass ich stets auf eine minderwertigere Waffe zurückgreifen muss, um zu Kämpfen.

    Du glaubst gar nicht, wie sehr ich mich freute, als mich der Bürgermeister aus diesem Dorf rausjagte und zu einer Truppe von Soldaten schickte. Endlich meinesgleichen! Endlich Menschen, die sich mit realen Bedruhungen auseinandersetzen: Mit Kobolden, sowie einem Magischen Steinkreis. Die Kobolde sind zwar schwach - aber dafür sind sie zahlreich und zögern nicht, sich zu zweit oder dritt auf mich zu stürzen. Da bin ich doch froh, dass ich Kettenrüstung samt Schild trage und den meisten Angriffe einfach wegblocke. Ich möchte wissen, wie das die stofftragenden Kollegen verkraften.

    Während die Kobolde eine nette Abwechslung boten, hat es mir das Erkunden des Steinkreises besonders angetan: Nach einigen Recherchen war klar, dass diesem Steinkreis eine unbändige Kraft innewohnte und die Magierin, die die Soldaten begleitete, erklärte mir, wie ich sie hervorrufen und besiegen könne. Mit der Hilfe eines Heilers und eines Magus stellte ich mich der Bedrohung: Durch das Blut aus zehn Wolfsherzen wurde der rotäugige Nachtbär beschworen und während er auf mich eindrosch hielt mich der Heiler am Leben und der Magus eliminierte den Bären. Mit dem Blut dieses Bären konnten wir den Kreis schließlich versiegeln und so wieder eine Gefahr abwenden.

    Meine Reise führte mich weiter nach Varanas - der Hauptstadt Taboreas.

    Dort hatte ich einen Vorsprechtermin beim Meister der Abenteurergilde. Er erklärte mir, dass ich meine Klasse wechseln könne - was ich auch umgehend tat: Ich wurde Priester teleportierte mich zurück in die Kolonie. Doch ach! In meinen Aufzeichnungen über das Zeitalter "C'Be Ta" stand, dass man dort wieder freudigst begrüßt werden könne. Dem war nur leider nicht so: Stattdessen herrschte Grabesstille. Nicht einer, der auch nur eine einzige Aufgabe gehabt hätte ... So machte ich als Priesterneuling also das, was man mir dereinst beibrachte: Ich tötete. Erst als ich einen Schwung Pilze ins Jenseits befördert hatte und somit aufstieg, nahm man wieder Notiz von mir: Ein kleines Mädchen schickte mich zum Wasserholen an den naheligenden Teich ... Na super .. Vom Retter der Heuldenden Berge zum Wasserträger - welch Karriere.
    Da die Aufträge nicht geistreicher wurden, wandte ich mich schnell ab von der Kolonie - schließlich wurde mein Talent in einer naheliegenden von Goblins überranten Mine benötigt.  Ich dezimierte also die Horden und fing sogar eine Krabbe ein.

    Ja, liebes Tagebuch, ich stelle auch gerade in Frage, ob es tatsächlich sinnvoll war, zwei Klassen zu spielen, die wenig Schaden anrichten, und dafür besser im Unterstützen sind. Aber da immer nach sogenannten "Tanks" oder "Priests" gesucht wird, und ich beides bieten kann, denke ich, werde ich das verschmerzen können und auch noch irgendwie auf meine Kosten kommen.

    Nachdem ich also das Ausmaß der Goblinbedrohung verifizieren konnte, eilte ich mit der Nachricht - zu einer alten Bäurin. Warscheinlich ist sie eine getarnte Hexe und hat verborgene Kräfte, oder ist sonst in irgendeiner Weise bedeutend genug, um davon zu erfahren. Ich bin Befehlsempfänger, also frage ich nicht nach!

    Danach kehrte ich wieder nach Logar zurück - wo immer noch diese ... Freaks ... ihr Unwesen treiben. Die alte Daisy hört Dinge, die nachts Lärm machen, und kann deshalb nicht schlafen. Diese Dinge befinden sich im Herzen einer Höle, die gut und gerne mehrere Hundert Meter entfernt liegt. Ich muss sagen, für ihr Alter hat sie noch sehr gute Ohren. Der Bürgermeister schickt mich auf einen Trip, der mich in den hintersten Winkel der Koboldmine schickt, wo ein wahnsinniges Monster meine Kampfgefährten schneller umschlägt, als ich mit Heilen hinterherkommen kann. Und am See sitzt schließlich eine Schönheit, die die korrupte Magie der Baumhöhle eingedämmt wissen will. Die Aufträge sind - wenn ich von dem Koboldviech da absehe - leicht zu meistern, und als Belohnung erhalte ich sogar zusammenpassende Rüstungsteile. Endlich sehe ich nicht mehr aus wie ein Papagei!

    Morgen gehe ich nach Varanas und werde Silverfall erkunden.

    Hoffentlich treffe ich dort etwas weniger suspekte Menschen!

    Euer Schattentanz

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