• Features, Features, Features...

  • Die Featureliste ist für ein Free-to-Play-MMO wirklich Wahnsinn, da kann sich manches Subscription-Spiel eine Scheibe von abschneiden. Wenn alles genauso komplex wird wie geplant, erwartet uns eines der umfangreichsten Online-Rollenspiele. Ich bin schon sehr gespannt auf die Beta!

    Ein Special von Lena "Amonbell" Eierhoff - www.onlinewelten.com

    Nach der Präsentation von Runes of Magic schwirrt mir immernoch der Kopf: So viele Möglichkeiten und ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Es scheint wirklich so, als ob es den Entwicklern gelungen ist, die positiven Features der MMOs auf dem Markt in ein einziges Spiel einzubinden - und das nicht einfach billig kopiert, sondern mit System.

    Auch wenn das kostenlose Onlinespiel seine Wurzeln in Asien hat, müssen sich westliche Spieler nicht vor übertrieben großen Kulleraugen und bunten Niedlichkeiten fürchten. Für den Release in Europa und Nordamerika werden viele Elemente an die hiesigen Geschmäcker angepasst. Auch in anderen Belangen wird sich die Weiterentwicklung des Spiels sehr nach der Community richten. Die Implementierung eines reinen PvP- oder RP-Servers ist zunächst z.B. noch nicht geplant. Frogster versichert uns aber, dass dies nachgeholt wird, wenn die Spieler den Wunsch danach äußern.

    Magie spielt in der Welt von Taborea eine große Rolle.

    Das Interface und die Spielmechanik von Runes of Magic sind extrem einsteigerfreundlich. Wer bereits eines der "großen MMOGs" gespielt hat, wird sich in Taborea sofort zurechtfinden. Fertigkeitenleiste, Minimap - das Übliche eben. Wer dennoch Probleme hat, kann am Einfang ein kurzes Tutorial spielen. Um Neuanfängern den Einstieg noch weiter zu erleichtern, steigen wir die ersten zehn Stufen schneller auf als die übrigen.

    Auch das ausladende Craftingsystem ist von der ersten Spielminute an interessant, denn eine Mindeststufe benötigen wir nicht, um uns in die Welt des Handels zu begeben. Wer jetzt erwartet, dass das Festlegen auf einen bestimmten Beruf Pflicht ist, wird sich wundern - in Runes of Magic können wir zunächst alle Handwerksfertigkeiten gleichzeitig erlernen. Erst auf einer höheren Stufe müssen wir uns für einen bestimmten Zweig entscheiden, um die wahrlich epischen Gegenstände herstellen zu können. Angeblich sollen diese sogar mit der Beute aus den großen Dungeons mithalten könnten.

    Wer es mit dem Handwerk richtig ernst meint, kann sich alle nötigen Werkzeuge sogar in sein eigenes Haus einbauen. Es ist also einfach möglich als Schmied einen Amboss in der Ecke des Eigenheims stehen zu haben und Freunde mit dem nötigen Equipment zu versorgen. Bei der Wohnungsgestaltung haben wir Spieler freie Hand - die Gegenstände lassen sich ganz nach Belieben frei im Raum platzieren. Keine lästigen Slots hindern uns hier die Einrichtung nach unserem Geschmack zu verteilen. Wandfarben und weitere Extras sind bisher allerdings noch nicht geplant. Dafür bietet uns Runes of Magic eine nette "Schaufensterpuppe" an, an der wir das Aussehen unserer Ausrüstung testen können. Das Outfit ist nämlich nicht nur ein Mittel zum Zweck, sondern kann vollkommen individualisiert werden.

    Handel ist nicht nur eine Sache der NPCs - auch wir Spieler können jede Menge Items erstellen und sie im Auktionshaus oder auf dem Marktplatz verkaufen.

    Farben der Rüstung lassen sich jederzeit ändern, genauso wie die eigene Haarfarbe. Haben wir uns am Anfang für eine schreiend pinke Frisur entschieden, sind wir also nicht darauf angewiesen bis zum Ende unserer Tage damit herumzulaufen. Das aktuelle Schwert sieht ziemlich cool aus, aber die Stats sind einfach nicht zu gebrauchen? Kein Problem, die Eigenschaften einer hässlichen Waffe lassen sich auf die schönere übertragen. Besonders Rollenspieler sollte diese Möglichkeit Freude bereiten.

    Auch bei dem besonderen Runensystem des Spiels steht die Individualisierung des eigenen Charakters im Vordergrund. Wenden wir Crafting-Runen auf die Ausrüstung an, können wir ihr zusätzliche Fähigkeiten verleihen. Gegenstände, die über Slots verfügen, können ebenfalls mit besonderen Steinen verbessert werden. Die Runen lassen sich zusätzlich miteinander kombinieren und können so die unterschiedlichsten Effekte zur Folge haben. Apropos kombinieren, wir können außerdem aus Waffen Runensteine herstellen und versuchen diese mit anderen Gegenständen zusammenzufügen. Allerdings muss das Upgraden nicht immer glücken, denn verschiedene Faktoren beeinflussen die Wahrscheinlichkeit des Verbesserns. Zerstört wird die Waffe bei einem Fehlversuch aber zum Glück nicht, wir haben einfach nur die Möglichkeit es mit einer anderen Rune erneut zu versuchen.

    Aber nicht nur für das Handwerk gibt es die besonderen Runen. Die hübschen Steine haben noch weitere spezielle Fertigkeiten, z.B. das Teleportieren an bestimmte Orte. Es ist zu erwarten, dass das Runensystem ziemlich komplex wird, da es dem Spiel ja immerhin seinen Namen verleiht. Seid ihr von dieser Runenvielfalt ein bisschen verwirrt - keine Sorge. Schon im Startgebiet der Testversion steht ein freundlicher Helfer, der uns Schritt für Schritt in die Details der magischen Steine einweiht.

    Das duale Klassensystem verspricht jede Menge Abwechslung in PvP-Gefechten.

    Doch damit nicht genug - das größte Moment in der Charakterentwicklung habe ich bis jetzt noch gar nicht erwähnt: Das duale Klassensystem des Spiels bringt noch einmal Abwechslung in den MMO-Alltag. Mit Level 10 ist es möglich, sich die Fertigkeiten einer zweiten Klasse anzueignen. Vor allem im PvP dürften diese Fertigkeiten für jede Menge Überraschungen sorgen. Man sollte sich besser nicht darauf verlassen, dass der gegnerische Krieger im Fernkampf nichts zu bieten hat - vielleicht hat er Priester- oder Magierfähigkeiten, die uns aus weiter Entfernung einheizen.

    Wenn Frogster das Balancing der unterschiedlichen Klassen richtig gelingt, können wir uns generell auf viele Möglichkeiten freuen, gegeneinander in den Kampf zu ziehen. Neben dem typischen PvP "auf der Straße", gibt es Battlegrounds und sogar große Server vs. Server-Schlachten. In den Schlachtfeldern erwarten uns einige interessante "Minigames" im Sinne von "Capture the Flag". So müssen z.B. Stationen eingenommen werden, um an wichtige Ressourcen zu kommen und den Sieg davon zu tragen. Weitere Varianten wollten uns die Entwickler zu diesem Zeitpunkt noch nicht verraten, geben soll es sie aber auf jeden Fall.

    Worauf wir uns allerdings schon jetzt freuen können, sind epische Gildenschlachten. Die Gemeinschaften haben nicht nur die Möglichkeit normale Häuser zu bauen, sondern können auch große Burgen erschaffen. Erklären sich zwei Gilden den Krieg, können sie auf einem extra generierten Schlachtfeld versuchen die gegnerische Burg zu belagern und sie einzunehmen.
    Als zusätzlichen Anreiz wird es außerdem ein PvP-Rangsystem geben, über das man sich Runen und Gegenstände verdienen kann.

    Und das sind noch längst nicht alle besonderen Features, die Runes of Magic zu bieten hat. Die Welt Taborea ist wahrlich groß und hat unzählige interessante Schauplätze, die es zu entdecken gilt. So wird es z.B. Dungeons mit immer wieder wechselnden Szenarios geben, um Langeweile vorzubeugen. Wer sich einen langen Fußmarsch sparen will, kann auf den Pferdeverleih zurückgreifen - und das schon gleich zu Beginn des Spiels. Dort können wir uns ein frei steuerbares Reittier für einen gewissen Obulus und eine begrenzte Zeit ausleihen.

    Viele unterschiedliche Gebiete erwarten uns in der Welt von Runes of Magic.

    Natürlich können wir uns später im Spiel auch unser eigenes Mount zulegen. In der momentanen Version konnten wir allerdings nur Pferde zu Gesicht bekommen. Schade, aber es sollen definitiv noch andere Reittiere implementiert werden. Genauso ist es um die Rassenvielfalt bestellt. Zum Release erwartet uns zunächst nur das Geschlecht der Menschen. Frogster kündigte allerdings an, dass uns im 3-4 Monatsrhythmus große Content- und Gameplay-Updates erwarten. So wäre es nicht verwunderlich, wenn bis Ende des Jahres noch eine weitere Rasse sowie zwei weitere Klassen auftauchen würden.

    Runes of Magic hat hohe Ziele: Anstatt sich nur mit den typischen Free-to-Play MMOs zu messen, setzt es in Sachen Features Maßstäbe, die auf alle Fälle an Titel mit monatlichen Gebühren heranreichen. Bis wir uns alle langfristig von der Qualität überzeugen können, ist es nicht mehr weit. Ende August startet bereits die Closed Beta, bis zum Jahresende soll die Veröffentlichung von Runes of Magic in Europa und Nordamerika über die Bühne gehen. Interessierte sollten also jetzt ihre Chance nutzen und sich auf der offiziellen Webseite zur Beta anmelden. Reinschauen lohnt sich!

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