• Wieso Profifußballer nicht an Sportwetten teilnehmen dürfen

  • Skandale und Wettmanipulationen

    Man hört in den Nachrichten immer mal wieder von einem großen Skandal, bei dem eine Wettmanipulation stattgefunden hat. Dabei könnte man sich in der modernen Sportwelt schon fragen, warum und wie so etwas überhaupt stattfinden kann. Ist das nicht irgendein Fantasiegedanke oder eine Geschichte aus einem altmodischen Hollywood Streifen, in denen sich Gangster und Ganoven gegenseitig versuchen abzuzocken, indem sie sämtliche Tricks einsetzen, um das Spiel zu manipulieren? Seit dem Skandal von 2005, bei dem der Schiedsrichter Hoyzer zu zwei Jahren Haft verurteilt wurde, gehört so eine Manipulation leider nicht nur auf die Kinoleinwand, sondern ist dank der medialen Aufmerksamkeit in den Köpfen aller Fußballfans. Hoyzer hatte damals das Spiel manipuliert, in dem er so gepfiffen hat, dass es mit den Wetten der Wettmafia übereinstimmte und konnte somit ordentlich Geld machen. Seitdem ist der Ruf von Fußballwetten ein wenig den Bach heruntergegangen.

    Es drohen harte Strafen für Spielmanipulation

    Und um genau so einen Fall zu verhindern, ist es verboten, als Sportler, Schiedsrichter oder Trainer bei Wetten mitzumachen, die den eigenen Verein bzw. die eigenen Spiele betreffen. Es könnte nämlich sehr verlockend sein, wenn man als Sportler auf seinen eigenen Verein oder seinen kommenden Gegner wettet und das Spiel selbst ein wenig manipuliert (im Sinne von Elfmeter verschießen, einen Zweikampf verlieren oder als Torwart ein paar Bälle nicht halten). Allerdings ist das natürlich nicht erlaubt, sonst wäre jegliche Sportart kein Sport mehr, sondern einfach nur noch eine einzige Spielmanipulation, um an Geld zu kommen. Es würde weder für die Spieler, noch für die Zuschauer Spaß bringen. Wobei die Zuschauer natürlich nichts dafür können und deswegen auch nicht dafür belangt werden. Spieler hingegen können, sofern sie damit auffliegen, eine – zu Recht – ordentliche Strafe erhalten. Sowohl der Bundestag als auch der Bundesrat haben einem neuen Gesetz zugestimmt, bei dem Sportlern, Trainern oder Schieds- und Kampfrichtern eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren drohen könnte. Dabei ist es den Behörden sogar erlaubt, die Verdächtigen abzuhören und zu überwachen.

    Wieso gibt es dennoch immer wieder solche Vorfälle?

    Es ist natürlich der Albtraum eines jeden Fußballfans, wenn der Lieblingsverein oder sogar der Lieblingsspieler verdächtigt wird, ein Spiel zu Gunsten von Wettbetrügern manipuliert zu haben. Man kann es sich einfach nicht vorstellen, dass so etwas überhaupt stattfindet. Wieso gibt es sie dennoch immer mal wieder und was ist der Anreiz für die Spieler? Profifußballer verdienen doch schon einen Haufen Asche. Wozu also noch schmutziges Geld von unseriösen Quellen annehmen? Dabei hat die Mafia ein ordentliches Repertoire an Tricks, um an die richtigen Kandidaten heranzukommen. Es werden sämtliche Informationen aus dem privaten Leben gesammelt und ausgewertet, um dann für jeden Spieler einen perfekten Plan zu entwerfen, wie man ihn rumkriegt. Und das eigentlich so gut wie ohne Verluste – wenn die „Verführung“ mal nicht funktioniert, wird einfach ein neuer Spieler gesucht, den man mit den gleichen Mitteln versuchen kann zu bestechen. Ein Spieler, der zum Beispiel gerade eine schlimme Trennung hinter sich hat oder relativ oft ins Casino geht, könnte perfekt in das Beuteschema der Mafia passen. Je mehr Spieler pro Spiel in den Deal einsteigen, desto lukrativer wird es für die Mafia.

    Kann man Wettmanipulation nachweisen?

    In dem schon erwähnten Fall Hoyzer hat es einige Zeit gedauert, bis der ganze Betrug aufgeflogen ist. Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass es unfassbar schwierig ist, solchen Fällen auf die Schliche zu kommen – geschweige denn die Strippenzieher zu fassen. Denn solange die Beteiligten nicht auspacken und man keine eindeutigen Beweise hat, ist es für die Ermittler nahezu unmöglich, Schuldige zu finden und zu verurteilen. Die Digitalisierung macht das nicht gerade einfacher. Im Gegenteil. Der „Marionettenkönig“ kann tausende Kilometer weit entfernt sein und trotzdem dafür sorgen, die nötigen Hintermänner zu organisieren und eine großangelegte Wettmanipulation steuern.

    Warum verbietet man nicht einfach den Wettsport? 

    Der wohl effektivste Weg, solche Spielmanipulationen zu umgehen, wäre das Verbot von Sportwetten. Solange man nämlich auf alles wetten kann, was in einem Spiel passiert, wird man es wohl niemals verhindern können, dass der ein oder andere Sportler dem ein oder anderen Ganoven ein paar Euros mehr auf das Konto beschert und selbst einen Teil abstaubt. Und allgemein macht es den meisten ehrlichen Sportwetten Fans auch viel zu viel Spaß, als dass sie darauf verzichten wollen würden. Auch wenn sie wahrscheinlich noch nicht einmal merken würden, wenn sie gerade Opfer eines Wettbetrugs geworden sind.

    Fazit

    Dass Fußballprofis offiziell und legal nicht an Sportwetten teilnehmen dürfen, hat schon seine guten Gründe. Es wäre als Sportler viel zu leicht, Spiele so zu manipulieren, dass es sich für mindestens eine Person lohnt. Gegen die im Untergrund stattfindenden Wettbetrügereien kann man aber leider nicht wirklich viel unternehmen. Auch wenn es schon den einen oder anderen Erfolg gegeben hat, ist es wohl einfach nahezu unmöglich, sämtliche Manipulationen aufzudecken und die Beteiligten zu verurteilen. Mehr zum Thema Sportwetten gibt es auf www.fussballwetten.info.

RoM-Welten English RoM-Welten German
RoM-Welten.de auf Facebook RoM-Welten.de auf Twitter RoM-Welten.de auf YouTube RoM-Welten.de auf Google+
Monster und ihre Spawnzeiten
Zur Galerie: Offizielle Artworks