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    Jeden Montag überbringt Jeremy Stratton von der amerikanischen Seite massively.com die verlorenen Seiten von Taborea, gefüllt mit Guides, News und Meinungen zu Runes of Magic. Wir werden euch, mit freundlicher Erlaubnis von massively, jede Woche eine übersetzte Version der "Lost Pages of Taborea" hier auf RoM-Welten.de liefern!
     
    Das Thema dieser Woche lautet: "Die Wichtigkeit des Lernens"
      
    Das Orginal auf Englisch gibt es hier.
    Um die deutsche Übersetzung lesen zu können, drückt auf "Weiterlesen"!
     
    In dieser Woche habe ich an einigen geplanten Artikeln gearbeitet, als ich einen Post von Josh Myer im WoW-Forum über DPS auf mittlere Entfernung gelesen habe. Ich denke, die Kernaussage in diesem Artikel war, dass wir nicht auf andere Klassen schielen und ständig nach Buffs, Skills oder Stats fragen sollten, um einer Klasse mehr Schaden zu geben und um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Nicht den höchsten DPS zu haben ist nicht so schlecht. Das geht in die gleiche Richtung von Klassen-Balancing, über die ich mit einigen scharfsinnigen Spielern im Runes of Magic-Forum gesprochen habe.
     
    Ich wünschte, es würde von mir stammen, aber es war midnicht129 im RoM-Forum der gesagt hat – um es auf den Punkt zu bringen – „Klassen brauchen nicht gleich sein, sie müssen nur gleichberechtigt sein“. Jeder Spieler sollte seine Klasse spielen wollen, weil ihm die Skills und Möglichkeiten der Klasse gefallen, die er bevorzugt, aber er sollte auch eine Klasse wollen, die den Vergleich zu anderen Klassen nicht scheuen muss. Das gilt besonders in einer PvP-Umgebung. Es ist manchmal schwierig, den Schaden eines Priesters mit dem, sagen wir, Kundschafter zu vergleichen. Das alles bringt mich auf die Idee, eine bestimmte Rolle ungeachtet regelmäßiger Patch-Updates und verzerrender Spielmechanik zu spielen. Können wir in einem dermaßen Pimp-orientierten MMO unsere Lieblings-Klasse genießen ohne uns über maximalen Schaden oder maximale Heilung Gedanken zu machen?
     
    Ausrüstung befreit und bindet uns
     
    Einer der Vorteile der Ausrüstung in ROM ist, dass sie dem Spieler die Möglichkeit gibt, sich mehr darauf zu konzentrieren, Spaß an seiner Rolle mit seiner bevorzugte Klasse zu haben, allerdings kostet das Zeit und Geld. Wenn ich einen Schurken/Priester spielen möchte, brauche ich mir keine Gedanken darüber machen, dass er weniger effektiv als ein Schurke/Druide oder ein irgendwas/Druide ist. Übrigens bin ich nur zwei Schritte davon entfernt, eine Hotline für Druiden einzurichten. Druide ist nicht die schlechteste Klasse im Spiel. Außerdem bietet sie dem Spieler mehr Spaß, der sich für eine etwas komplexere Kombination entscheidet. Daneben kann jeder für große Unterschiede in den Attributen bei der Aufwertung seiner Ausrüstung sorgen.
     
     
    Ich habe oft mit Artikeln gekämpft, die ich gerne schreiben wollte, die mehr auf die Spielmechanik und bestimmt Builds eingehen sollten, aber eine unsichtbare Wand schien mich davon abzuhalten. Aber vielleicht gibt es diese Wand gar nicht, die mich davon abhält, die wesentliche Bestandteile des Spiels zu sehen. Für ein anderes MMO, wie World of Warcraft, gibt vielleicht hunderte von Artikeln, die verschiedene Builds für verschiedene Situationen beschreiben. Aber ich denke, RoM hat mich davon abgehalten, viele solcher Artikel zu schreiben, weil sie auf den Beschränkungen aufbauen, die WoW bei Ausrüstung und Attributen hat. In RoM ist das etwas schwammiger, weil man in den meisten Situationen sagen kann „Wirf ein paar mehr Stats auf deine Ausrüstung“ und fertig ist die Sache.
     
    Ich denke, RoM braucht eine neue Betrachtungsweise über Ini-Runs und das Zusammenfügen Stats, die gerade erst beginnt, sich zu zeigen. Ist die Frage eher, wie wir mehr Spaß aus RoM holen können? Ich könnte einen Artikel oder auch drei im Brieftaschenformat über bestimmte Builds schreiben, aber sie schrumpfen dadurch zu einem kleinen Strategie-Guide. Das ist in Ordnung, ich werde mich wahrscheinlich in diesen Bereich wagen und das schon sehr bald. Das bringt uns dahin zurück, wie wir lernen, an einer bestimmte Klasse Spaß zu haben, ohne darauf zu achten, wie schnell sie durch den Content pflügt. Denn nur was die Klasse trägt, entscheidet darüber. Was lehrt uns das über die ausgesuchte Klasse?
     
    Es kann uns lehren, mehr darauf zu achten, was die Rolle einer Klasse im Spiel ist als darauf, was die Klasse kann. RoM hat seine eigenen Mechanik, die an die Mechanik in anderen Spielen wie WoW angelehnt ist, aber sie ist definitiv nicht die gleiche. Wie viele MMO’s sind schon erschienen, die durch Beschränkungen in der Kraft der Charaktere festgelegt haben, wie man den Spielinhalt angehen kann? Wenn ich wollte, könnte ich mir ausreichend Diamanten kaufen, diese in Gold umwandeln und dafür Grad 10, Über-Dura, +12 Rüstung für meinen Schurken/Priester kaufen und dann jede DPS-Diskussion in Frage stellen. Es gibt viele großartige Artikel zu dem Thema, was einige Spieler mit selbst auferlegten Beschränkungen schaffen wollen, ich denke es gibt aber auch viele Spielinhalte, bei denen der Schwerpunkt darin liegt, wie man seine Klasse spielt.
     
     
    Es wird bald die Zeit kommen – wahrscheinlich sehr bald – in der Gruppenheilung oder Mana nochmals abgeschwächt werden. Runewaker hat uns das bereits versichert. Man hat dann zwei Möglichkeiten: neu anfangen oder lernen, seine Klasse zu spielen. Die erste Möglichkeit ist wenig attraktiv, wenn man einen 62/62-Charakter spielt, in den man einiges an Geld gesteckt hat. Man könnte eine Frucht des Vergessens benutzen, um eine Hälfte der Klassenkombination zu löschen, was den Schmerz eventuell lindert, wenn man wenigstens die andere Hälfte der Kombination mag. Wenn man sich seiner Klassenauswahl jedoch sicher ist, bleibt nur der zweite Weg.
     
    Wenn man nah an das Level-Cap kommt und als Vorreiter den neuen Content spielen möchte, spielen Mechanik und Stat-Auswahl eine große Rolle, sogar mit hoch aufgewerteter Ausrüstung, aber meistens geht nur darum, das nötige Minimum herauszufinden. Die Rolle, die man spielt, kann in ähnlicher Weise reduziert werden, sie kann sich aber in vielen Situationen und im Laufe einer Spieler-Karriere als viel wichtiger erweisen. Wenn man nicht darauf achtet, wie oft man als Priester Gruppenheal loslässt und wie hoch die eigenen Aggro ist, spielt eine übermäßig gepimpte Ausrüstung nach dem Gruppentod auch keine Rolle mehr.
     
    Seine Klasse zu beherrschen, kann in jedem Level und in jeder Ini wichtig sein. Es ist auch wichtig, die Klasse herauszufinden, die einem am meisten Spaß macht. Wenn man nur auf den größten DPS-Wert oder die höchste Heilung aus ist, kann das mit jedem Patch geändert werden. Wahrscheinlich hat man immer noch eine brauchbare Klasse, aber es ist vielleicht eine, deren Rolle einem längst nicht mehr soviel Spaß macht wie vorher, als man sie noch für unentbehrlich hielt

  • Keili @ 10:26 am 18.01.2011
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