• Jeden Montag überbringt Jeremy Stratton von der amerikanischen Seite massively.com die verlorenen Seiten von Taborea, gefüllt mit Guides, News und Meinungen zu Runes of Magic. Wir werden euch, mit freundlicher Erlaubnis von massively, jede Woche eine übersetzte Version der "Lost Pages of Taborea" hier auf RoM-Welten.de liefern!

    Das Thema dieser Woche lautet: "Lost Pages of Taborea: Vergleich von EVE’s PLEX und PvP mit RoM"

    Das Orginal auf Englisch gibt es hier.


    Ich war schon dabei, einen Vergleich von Guild Wars 2 und Runes of Magic vorzubereiten, aber im Licht der letzten Ereignisse habe ich meinen Vergleich mit EVE Online vorgezogen.

    Eine Reihe interessanter Bausteine haben sich diese Woche zusammengefügt, die gut zu einem Untersuchung passen, wie in EVE und RoM das Geld durch die Wirtschaft zirkuliert und wie PvP in diesem Zusammenhang funktioniert. Obwohl es keinen Wettkampf darum gibt, welches MMO die stabilste Wirtschaft hat, gibt es doch Ähnlichkeiten, die zum Bezahlen-für-Fortschritt-Kommentar passen, den Simon Ludgate vor kurzem in seinem Artikel Gamasutra abgegeben hat.

    Über den obigen Themen schwebt die Frage, wie viel es kostet, in RoM konkurrenzfähig zu bleiben, an der ich ebenfalls gearbeitet habe. Was hat der Gamasutra-Artikel mit RoM zu tun, was kostet es, in RoM am Ball zu bleiben und wie sehr ähnelt sich die Wirtschaft in diesen beiden MMO’s? Ihr könnt auch meine Mitteilung an alle EVE-PvPler lesen. Setzt euren Port-Punkt auf „Weiterlesen“, um mehr zu sehen.
     


    Wie viel kostet es, in RoM konkurrenzfähig zu bleiben?

    Ich verabscheue Sätze, die einem einreden, dass Spieler zum Geldausgeben gezwungen werden, um mit anderen mithalten zu können. Es ist eine ausgelutschter Phrase, mit der man versucht, die durch Gruppenzwang nachlassende Entscheidungsfähigkeit des Einzelspielern zu entschuldigen. In keinem schicken Marken-Shop wird man von der Firma gezwungen zu zahlen, um gegen andere anzutreten. Dass es ethische Fragen berühren könnte, wird von den verwässerten Einzeilern ignoriert mit der niederen Absicht, wie ein blinkender Neonpfeil auf jede vage Beschwerde über ein Spiel zu zeigen, das eigentlich viel mehr Möglichkeiten, Freiheiten und Vielfalt bietet. Es ist egal, ob das Spiel Spaß macht oder nicht. Wir möchten nur, dass es fair ist.

    Nachdem ich das losgeworden bin, können wir fortfahren. Simon Ludgate versucht, Fairness in MMO’s anzugehen und spricht dabei den möglichen Entscheidungsfaktor an, dass Spieler mit Bezahlen-für-Fortschritt zufriedener sind als mit Bezahlen-für-Gewinnen. Ich bin nicht sicher, ob ich mit allem übereinstimme, was Simon sagt, aber wenn Bezahlen-für-Fortschritt das Pflaster auf den Wunden der F2P-Spieler ist, fehlt mir dabei die klare Akzeptanz innerhalb der RoM-Community. Und das ist ein Widerspruch, weil der Cash-Shop in RoM nur Bezahlen-für-Fortschritt ist.

    EVE’s PLEX und RoM’s Diamanten

    Vielleicht hat Simon Recht und der ausschlaggebende Unterschied ist, ob ein Spieler mit weniger Zeit für einen schnelleren Fortschritt bezahlt, während es immer noch die Möglichkeit für Spieler gibt, ohne Geld aber mit mehr Zeit voranzukommen. RoM und EVE erlauben es Spielern mit mehr Zeit, im Spiel voranzukommen – obwohl bei EVE ein monatlicher Beitrag fällig ist, aber EVE hat auch keinen Cash-Shop…bis jetzt. Aber Diamanten funktionieren ähnlich wie PLEX.

    Beide können gekauft, im Spiel wieder verkauft und benutzt werden, um an bessere Items zu kommen. Auch wenn ich sicher bin, dass Pedanten auf Kleinigkeiten hinweisen wollen, der große Wettstreit dreht sich nicht um alle Items – nur um die, die im Konkurrenzkampf wichtig sind. Die Wichtigkeit von Items ergibt sich daraus, was für die Mehrheit im Konkurrenzkampf wichtig ist, aber es gibt immer noch viele Items abseits davon, in den Konkurrenzkampf in irgendeiner Weise beeinflussen. In RoM gehören die makellosen Fusionssteine zu den großen Sachen, während Möbel im Haus oder ein Mount nicht eines Blickes gewürdigt werden. Fusionssteine und andere große Items kann man bekommen, ohne auch nur einen Cent zu bezahlen. Ob es nun ein paar reine Cash-Shop-Items gibt oder nicht, ein Spieler kann sich immer noch Diamanten für Gold holen, um sie kaufen.

    Trotzdem ist RoM ein F2P-Spiel, während bei EVE Gebühren anfallen, allerdings mit der Möglichkeit, PLEX zu nutzen und damit F2P zu spielen. Ich stimme deshalb mit Beau überein, dass Eve ein freemium (Anm.: Wortspiel aus free, kostenlos, und premium) Spiel ist. Für einen informativen Blick auf Microtransaktionen und EVE empfehle ich Brendan’s letzten EVE Evolved Artikel.

    Der Hauptunterschied ist, dass EVE sehr von seinem zeitbasiertem Skill-System und einer stabilen Wirtschaft abhängt. Skills binden das Gameplay an Items, selbst wenn man Unmengen an Geld für PLEX ausgibt, um sich die besten Schiffe mit der besten Ausrüstung zu leisten. Die Spieler-gesteuerte Wirtschaft – mit Tonnen von Ressourcen und herstellbaren Items – erlaubt einige wirklich lustige Resultate, wie Spieler ihre Zeit verbringen. Das ist die Richtung, in die der Pedant in mir RoM entwickelt haben möchte, obwohl ich eine Diskussion über Themenpark oder Sandkasten hier vermeiden will.
     


    EVE’s PvP und RoM’s PvP

    Ich habe einen Vorschlag an alle EVE-Spieler: Wenn ihr euch fragt, wie EVE-mäßiges PvP in einem Fanatsy-Themenpark-MMO aussieht, schaut euch auf RoM’s PvP-Servern um.

    Beim PvP in RoM ist es möglich, dass der Charakter Gegenstände verliert, die er trägt. Die ganze Nacht Zink gesammelt, um es im AH zu verkaufen? Vorsicht. Wenn ihr gekillt werden, könnt ihr etwas oder alles verlieren. Die wirklich brutale Seite ist, dass man Wochen oder Monate oder sogar echtes Geld in schöne Ausrüstung stecken kann, nur um sie in innerhalb eines Augenzwinkerns an einen Schurken, der zu stark war, wieder zu verlieren.

    Allerdings ist es nicht ganz so schlimm, wie es mal war, seit Runewaker (oder Frogster?) entschieden hat, den Kostüm-Bug im Spiel zu lassen – was vielleicht nicht unbedingt ein Bug ist. Als Frogster begonnen hatte, spezielle Rüstungs-Sets für Spieler zu verkaufen, die ihrer Ausrüstung ein anderes Aussehen geben wollen, wurde schnell herausgefunden, dass diese eigentlich nur kosmetischen Items verbessert werden können ohne dass man sie verlieren kann – solange sie nicht im Aggregator verschmolzen wurden. Es gab bereits Cash-Shop-Items, mit denen man eine Handvoll seiner Ausrüstungsslots versiegeln konnte, wenn man die Items nicht verlieren wollte, aber man konnte nicht alle Slots versiegeln. Es ist reine Spekulation, aber weil vielen Spieler die Aussicht, ihre harte Arbeit und ihr Geld zu verlieren, nicht gefällt, könnte Runewaker entschieden haben, die geschützten Cash-Shop-Kostüme als Pflaster für die Spierwunden beizubehalten.

    Falls das noch nicht genug Sicherheit ist, wurde vor langer Zeit der Ausrüstungs-Wechsel-Schalter eingebaut, der es ermöglicht, die gesamte Ausrüstung mit nur einem Klick zu wechseln. Die Spieler wurden immer geschickter darin, in einem Kampf zu erkennen, wann es knapp werden könnte, und dann sofort auf ihre nutzlose zweite Ausrüstung zu wechseln. Das Opfer konnte dann zuletzt lachen, wenn der Sieger keine Belohnung erhalten hat. Ironischerweise wurde diese Änderung eingeführt, nachdem die Spieler das PvP in RoM für sinnlos erklärt haben, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass genau diese Änderung dafür verantwortlich ist. Die ursprüngliche Idee ist allerdings immer noch vorhanden und vielleicht findet ihr sie interessant genug, um einmal vorbei zu schauen.


  • Keili @ 10:54 am 12.07.2011
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