• Jeden Montag überbringt Jeremy Stratton von der amerikanischen Seite massively.com die verlorenen Seiten von Taborea, gefüllt mit Guides, News und Meinungen zu Runes of Magic. Wir werden euch, mit freundlicher Erlaubnis von massively, jede Woche eine übersetzte Version der "Lost Pages of Taborea" hier auf RoM-Welten.de liefern!

    Das Thema dieser Woche lautet: "Lost Pages of Taborea: Antwort auf eine Mail"

    Das Orginal auf Englisch gibt es hier.


    Heute hat mich eine Mail von Jack Readman erreicht:

    Zitat:
    Hallo Jeremy, wie schon in der Überschrift steht, bin ich neugierig auf Runes of Magic. Ich habe es schon ein paar Mal ausprobiert und es hat mir gefallen, aber nach einiger Zeit habe ich immer wieder damit aufgehört. Im Moment spiele ich RIFT und mir gefällt besonders das Raiding im Endgame und nur etwas weniger die 5er. Ich mag also den PvE-Content. Was hat RoM in dieser Richtung zu bieten? Mir gefällt das Housing und ähnliche Inhalte. Was gibt es sonst noch? Was ist an RoM so toll und gibt dem Spiel seinen Reiz? Wie sehr hängt man vom Cash-Shop ab?

    Vielen Dank für deine Nachricht, Jack. Ich bin mir sicher, dass viele Spieler ähnliche Fragen haben, wenn sie sich Runes of Magic zum ersten Mal ansehen. Ich habe versucht, die Frage genauso zu beantworten, wie ich RoM meinen Freunden darstellen würde – wenn sie mir so lange zuhören wollen, wie dieser Artikel lang ist.

    Ich kann natürlich nur meine Meinung wiedergeben, wie ihr über RoM denkt liegt letztendlich ganz bei euch. Ich spiele RIFT, bin aber nicht über Level 20 hinaus gekommen. Ich bin auch bei RoM noch nicht richtig im Endcontent, allerdings denke ich, dass ich das Spiel als Ganzes ziemlich gut kenne. Denkt daran, dass es zu einigen Inhalten verschiedene Antworten geben wird, je nachdem wie ein Spieler an ein MMO heran geht. Ich kann sofort sagen, dass die meisten Ini’s in RoM für 6 oder 12 Spieler sind, aber für den Rest meiner ausführlichen Antwort müsst ihr schon auf „Weiterlesen“ klicken.

    Einige Dinge, die Spieler in RoM besonders ansprechen – und besonders die Raid-Freunde – sind:

    • Das Zwei-Klassen-System. Dieses Feature wird immer sehr beachtet.
    • Die Ausrüstungsverbesserungen. Diese werden zwar nicht so sehr beachtet, aber es wird mit Sicherheit mehr geliebt (und gehasst) als das Zwei-Klassen-System.

     


    RoM erlaubt eine unglaubliche Menge an Veränderungen, um Rüstungen und Waffen zu verbessern. Eine kurze Übersicht: Jede Waffe und jedes Rüstungsteil kann bis zu sechs Stats tragen. Zusätzlich können bis zu vier Runenplätze gebohrt werden, man kann die Ausrüstung mit Juwelen veredeln (im Moment bis +16), den Grad mehrfach erhöhen (was auch Ghost-Stats bringen kann) und einen Über-Dura-Bonus hinzufügen.

    Das ist durch die verschiedenen Grade und Level der Stats und Runen noch längst nicht alles. Ein grüner Stat erhöht einen Wert (z.B. +10 AUS). Ein gelber Stat erhöht zwei Werte, rot ist das Beste und erhöht drei Werte. Daran sieht man, was ich mit viel Raum für Verbesserungen meine.

    Die Dynamik der Verbesserungen in einem MMO ist in RoM durch verschiedene Gründe etwas abgewandelt.

    • Ein Spieler mit niedrigerem Level kann einen High-Level-Spieler durch Rüstungsverbesserungen in den Boden stampfen.
    • Die Stats, Grade, Runen und alle anderen Möglichkeiten zur Ausrüstungsverbesserung können von jedem Spieler auf jedem Level genutzt werden, ohne dass man sich dafür durch Ini’s kämpfen muss. Man kann das alles ohne Ini’s erreichen, diese auslassen und direkt zum neuesten Content durchstarten.

    Das könnte für Spieler ungewohnt sein, die es aus World of Warcraft oder anderen MMO’s gewöhnt sind, sich durch einen Einbahnstraßen-Tunnel zu raiden. Ein Spieler in RoM, der in wenigen Wochen das Level-Cap erreicht (und der gleichzeitig seine Ausrüstung mit Hilfe des Cash-Shop verbessert) kann direkt in die schwersten Ini’s gehen. Spieler, die nicht so viel Geld ausgeben wollen (oder können), müssen mehr Zeit aufwenden, um außerhalb der Ini’s zu Gold zu kommen oder sie kämpfen sich langsam durch die Ini’s in der vorgesehenen Reihenfolge.

    Ich beurteile Abhängigkeit vom Cash-Shop im Vergleich zum Content und nicht im Vergleich zu anderen Spielern. Ich verstehe, dass sich einige mit anderen Spielern vergleichen wollen und das kann im Gegenzug eine Schwelle setzen, die neue Spieler gerne erreichen wollen. Der Cash-Shop in RoM ist wirklich angenehm, kann aber auch sehr teuer werden. Betrachtet man ihn aus geschäftlicher Sicht, denke ich, dass der Cash-Shop in RoM erfolgreicher ist als der in anderen Spielen, was an der Art liegt, wie die Items in das Spiel eingebunden sind.

    Einige Spieler meinen, dass RoM von allen F2P-Spielen am meisten Cash-Shop-lastig ist, aber ich denke nicht, dass das stimmt, obwohl ich die Argumente verstehen kann. Es beweist mir nur, dass Runewaker ein wirklich gutes Spiel und ein erfolgreiches Geschäft geschaffen hat. Es sagt mir ebenfalls, dass Spieler Geld ausgeben können – und insgesamt geben sie mehr aus. Es ist bei jedem Geschäft so. Wenn ich sehe, dass Myty Kong-Schuhe mehr Geld verdient als Hypp Hopp Granny-Schuhe, würde ich sagen, dass Myty Kong beliebter ist.
     


    Einige Gegenstände im Cash-Shop sind sofortige oder zeitlich begrenzte Verbesserungen: Tränke, Verbesserungsjuwelen, permanente Mounts und andere. Einige der Items sind Werkzeuge, die im Spiel genutzt werden müssen, um die Ausrüstung in Verbindung mit anderen Drops und Items zu verbessern. Makellose Fusionssteine sind wichtig für die Ausrüstungsverbesserung, ebenso die Juwelen. Cash-Shop-Juwelen bieten eine wesendlich höhere Erfolgsrate als die Juwelen, die man im Spiel kaufen kann.

    Fast alles aus dem Cash-Shop ist auch im Spiel erreichbar. Hervorragende Tränke, Transportrunen, Megaphone, einige wirklich gute Stats können durch Minigames erspielt werden, sogar makellose Fusionssteine kann man für Ingame-Währung kaufen. Spieler geben vielleicht sehr viel Geld für RoM aus, aber ironischerweise braucht man gar nichts ausgeben, um das Spiel zu spielen, weil alles, was man zum Vorwärtskommen braucht, bereits im Spiel verfügbar ist.

    Einige Spieler werden fragen „was kostet es, um konkurrenzfähig zu sein?“. Auf solche Fragen bin ich nicht besonders scharf. Vorrangig spiele ich mit Freunden und für mich selbst. Ich versuche nie, zu jemandem konkurrenzfähig zu sein, außer zu mir selbst. Es gibt Spieler, die Hunderte von Dollar im Monat oder in der Woche oder sogar noch mehr ausgeben, um der beste Spieler auf dem Server zu werden. Auch in MMO’s mit wenig Bevölkerung wird es immer Spieler mit unterschiedlichem Level geben. Der Grund für die obige Frage liegt in dem Trugschluss, dass das Gras auf der anderen Seite immer grüner ist.

    So um Level 55 merk man, dass RoM eine andere Wendung nimmt. Die Monster auf diesem Level werden spürbar stärker und es dauert länger, sie zu besiegen. Fast alles innerhalb und außerhalb der Ini’s erfordert eine bessere Ausrüstung. Man trifft auf diese Veränderung und stellt fest, dass man Gold und Marken farmen muss, um sich die Ausrüstung für die nächste Ini zu kaufen, sehr viel in den niedrigeren Ini’s farmen muss oder wird dazu verleitet, den Cash-Shop zu nutzen, um das Ganze zu beschleunigen. Zugegeben, die Einführung der blutroten Stats aus den Minigames hat das Grinden reduziert und es etwas vereinfacht, sich für das Endgame auszurüsten.
     


    Während es verschiedenen Ingame-Währungen gibt und echtes Geld eine Rolle spielt, ist Zeit das wirkliche Gut. Machen die Ini’s und andere Inhalte von Spaß genug, um immer wieder die nötige Zeit dafür aufzubringen? Ist die nötige Zeit zum Vorankommen angemessen? Als jemand, der es verabscheut, ständig Ini’s zu wiederholen, kann ich es euch nicht sagen. Einmal habe ich mit einem Gildenkollegen Speed-Runs im Schrein von Kalin gemacht, um an Gold zu kommen. Nach nur sechs Läufen wurde ich beinahe wahnsinnig. Ich konnte einfach nicht weitermachen.

    Und auf PvP-Serven: Ich sehe dort keinen Unterschied. Es gibt keinen höheren Druck, etwas auszugeben oder sich schneller auszurüsten, solange das nicht sowieso die Absicht des Spielers ist. Was sich meiner Meinung nach wirklich ändert, ist die Tatsache, dass Spieler im offenen PvP gelootet werden können. Man kann Sachen aus dem Rucksack und Sachen, die man trägt, verlieren. Das PvP-System erinnert mich ein wenig an Darkfall und der Aspekt mit dem Echt-Geld an PLEX in EVE Online. Dennoch schwächen die Möglichkeit, seine Ausrüstung augenblicklich zu wechseln, den PK-Status an- und auszuschalten, schützende Bubbles und nicht dropbare, verbesserungsfähige Kostüme viel von dieser Härte ab.

    Andere Features in RoM

    RoM hat viele weitere Aspekte, um Spieler bei Laune zu halten. Housing und Ausrüstungsverbesserungen sind für mich wichtig, aber es gibt auch ein Pet-System, bei dem Man Pets groß ziehen und verbinden kann, die einen mit Buffs versorgen, im Kampf helfen oder etwas herstellen können. Es gibt ein Hausmädchen-System, bei dem man mehrere Hausmädchen einstellen kann, die verschieden Tränke und Bufffood zur Verfügung stellen. Es gibt eingestreute Minigames, die man bewältigen kann und die Belohnungen bieten. Es gibt noch weitere Aspekte und Feinheiten in RoM, die mehr als nur eine kurze Zusammenfassung erfordern – viel zu viele, um sie in einem Artikel zu behandeln, aber ihr könnt euch meine älteren Beiträge ansehen, um mehr über RoM zu erfahren.


  • Keili @ 09:57 am 16.08.2011
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